Schwimmbadtechnik

Schwimmbadwasser wird während seiner Nutzung durch den Badegast verunreinigt. Dabei werden hauptsächlich organische Substanzen (vorwiegend Epithelzellen, Schweiß, Speichel und Reste von Seife oder sonstigen Pflegemitteln) an das Wasser abgegeben. Diese können eine Trübung des Wassers verursachen. Während dies in natürlichen Badegewässern durch die Badenden akzeptiert wird, verursacht trübes Wasser in einem künstlich angelegten Badebecken Unbehagen bei den Betroffenen, da die Verunreinigung hier direkt auf die Badegäste zurückgeführt wird.

Zudem ist der Mensch selbst auch hauptverantwortlich für den Eintrag potentieller Krankheitserreger in das Wasser. Durch den ausgiebigen Kontakt mit dem Wasser wird die natürliche Bakterienflora der Haut deutlich reduziert. Daher sind Menschen besonders in diesem Moment anfällig für Infektionen, die über die Haut übertragen werden. Nicht zuletzt deshalb muss eine sorgfältige Aufbereitung des Badewassers erfolgen.

Während bei Trinkwasser Aufbereitung, Bevorratung und Transport ausschließlich in eine Richtung erfolgen, stellt die Badewasseraufbereitung einen Kreislaufprozess dar. Die Kreislaufführung des Wassers dient in erster Linie der Einsparung von Wasser durch seine Wiederverwendung. Um jedoch eine stetig gute Qualität des Wassers gewährleisten zu können, muss das Wasser aufbereitet und desinfiziert werden.

Eine Schwimm- oder Badebeckenverordnung, die die Anforderungen an Aufbereitung und Desinfektion des Badewassers regelt, existiert derzeit nicht. Dennoch gibt es in anderen Gesetzestexten wie dem Infektionsschutzgesetz Abschnitte (§ 37), die auf die Qualität des Beckenwassers in öffentlichen Bädern eingehen. Um den in § 37 IfSG formulierten Anforderungen gerecht zu werden bedarf es der Anwendung der allgemein anerkannten Regeln der Technik, wie sie die Normenreihe DIN 19643 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ festlegt sind. Des Weiteren ist ein optimales Zusammenwirken von

Das Füllwasser muss hygienisch betrachtet Trinkwassereigenschaften aufweisen. Die Beschaffenheit des Badewassers kann sich jedoch durch die Kreislaufführung schnell ändern. Um sicherstellen zu können, dass das Wasser hygienisch einwandfrei ist, ist die Aufnahme chemischer Hygienehilfsparameter notwendig. Hierzu zählen die Parameter freies und gebundenes Chlor, pH-Wert und Redoxspannung. Diese sollten nach Möglichkeit kontinuierlich mindestens aber zweimal täglich überprüft werden wie in DIN 19643-1 vorgeschrieben.

Um die Anforderung an die Beckenwasserqualität sicher einhalten zu können ist eine kontinuier-liche Aufbereitung des zirkulierten Wassers erforderlich. Die hierfür zugelassenen Verfahren und Verfahrenskombinationen sind in der DIN-Reihe 19643-2 bis 19643-4 aufgeführt. Sie beinhalten die Verfahren