AWG-Desinfektionstechnik

Chlor ist ein bewährtes und das wahrscheinlich am weitesten verbreitete Entkeimungs- bzw. Desinfektionsmittel. Es wird schon seit über 70 Jahren in der Trinkwasser- und Badewasseraufbereitung eingesetzt. Bedingt durch sein hohes Standardelektrodenpotential besitzt Chlor ein starkes Oxidationsvermögen.

Neben seiner abtötenden Wirkung auf Krankheitserreger zeichnet sich Chlor im Einsatz zur Behandlung von Wasser dadurch aus, dass es wasserlöslich ist und in begrenzten Konzentrationen keine gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen bei Menschen hervorruft.

Chlor wird in der Praxis in unterschiedlichen Formen dem Wasser zudosiert: Chlorgas, Natriumhypochlorit oder Chlordioxid. Die ersten beiden Substanzen sind z.B. in der Badewasseraufbereitung nach DIN 19643 zugelassen.

Beim Einleiten von  Natriumhypochlorit (NaOCl) in Wasser entsteht – wie beim Einleiten von Chlorgas – unterchlorige Säure (HOCl). Die entstehende unterchlorige Säure ist das eigentlich im Wasser wirkende Entkeimungsmittel.

Ob Chlorgas, Natriumhypochlorit und Caciumhypochlorit eingetzt wird hängt neben sicherheitsaspekten im Schwimmbadbereich vor allem von der notwendigen Dosiermenge und damit mit der umgewälzten Wassermenge zusammen.  Chlorgas wird häufig zur Desinfektion großer Wassermengen (> 1.000 m³/d) eingesetzt, obwohl es sehr giftig ist. Dabei findet üblicherweise das indirekte Chlorgasverfahren unter Verwendung von flüssigem bzw. gasförmigem Chlor Anwendung.

Der Einsatz von Hypochlorit-Lösungen zur Desinfektion hat sich besonders in Bereichen etabliert, in denen kleinere Wasservolumenströme (< 1.000 m³/d) desinfiziert werden müssen. Ein Vorteil von Natriumhypochlorit-Lösungen gegenüber anderen Desinfektionsverfahren ist, dass die Lösung ohne größeren apparativen Aufwand sowie hohe Sicherheitsvorkehrungen mittels Dosierpumpen zugegeben werden kann. Daher ist Natriumhypochlorit ein sehr anwenderfreundliches Desinfektionsmittel. Eine charakteristische Eigenschaft von Natriumhypochlorit ist jedoch die allmähliche Zersetzung der Substanz mit zunehmender Dauer der Lagerung, wodurch der anfängliche Gehalt an freiem Chlor stetig abnimmt. Faktoren, die die Zersetzung von Natriumhypochlorit beschleunigen / begünstigen können sind die Einwirkung von UV-Strahlung (Licht), hohe Temperaturen sowie Verunreinigungen, beispielsweise durch

in der Lösung.

Elektrolyseanlagen bieten gegenüber der Desinfektion mit handelsüblichem Natriumhypochlorit den Vorteil der on-site-Erzeugung. Hierbei wird das Produkt vor Ort aus den ungefährlichen Ausgangsstoffen Natriumchlorid (Salz) und Wasser unter Einwirkung eines Zellstroms hergestellt. Eine gefährliche Lagerung großer Mengen Dosiermittel entfällt. Weiterhin können durch bedarfsgerechte Produktion vor Ort längere Lagerzeiten vermieden und das Eintreten von Qualitätsverlusten durch Zerfallsreaktionen somit verhindert werden.

Unsere Anlagen sind die wirtschaftliche und ungefährliche Alternative zur Desinfektion mit Chlorgas, handelsüblicher Chlorbleichlauge oder anderen Chlorverbindungen. Mit unseren verschiedenen Baureihen und -größen bieten wir für jeden Anwendungsfall das optimale Produkt, überzeugen sie sich selbst. Lesen Sie HIER mehr über unsere Chlorelektrolyseanlagen.